Die kleinen Dinge – Teil 2

Ich habe ja schon mal kurz über die Wichtigkeit der kleinen Dinge des Lebens geschrieben. Diese Gedanken möchte ich nun weiterspinnen und euch erzählen, wann ich es geschafft habe Schönheit im Augenblick zu entdecken oder eben nicht 🙂

Es sind also die kleinen Dinge, die uns achtsamer durchs Leben gehen lassen und ich bin davon überzeugt, dass man sich nicht mehr zwingend über Konsum definieren und sich damit seine Zufriedenheit erkaufen muss, wenn man die kleinen Dinge schätzen lernt.

Weniger ist mehr – aber das ist ein Thema für ein anderes Mal 🙂

Also die kleinen Dinge…

Für mich beginnt mein Arbeitstag immer mit dem Weg über die Autobahn zu meiner Firma. Sehr oft stehe ich dabei im Stau, leider wollen auch gefühlte Millionen anderer Menschen die selbe Ausfahrt zur selben Uhrzeit nehmen 😉

In letzter Zeit empfinde ich diese Verzögerung aber nicht mehr tragisch, schließlich kann ich ja sowieso nichts daran ändern. Also nutze ich die Zeit um Musik zu hören, den Himmel zu beobachten und seit ein paar Wochen auch eine Handvoll Schwanküken, die ihre ersten Lebenswochen auf der Mur verbringen. Auch wenn diese Augenblicke wirklich nur Augenblicke sind freue ich mich jeden Tag aufs Neue darauf.

Pendeln ist sicher nicht der ideale Start in den Tag (ganz sicher auch nicht für die Umwelt), aber ich versuche das Beste daraus zu machen.
Das ist die Zeit, die ich nur mit mir alleine verbringe- meine ICH-Zeit sozusagen.
Einfach nur „ich“ sein, ohne zu reden oder zuhören zu müssen…

Wo ich sicher noch Optimierungspotenzial bei meiner Achtsamkeit habe, ist jeden Tag am Morgen.
Wie bei allen Familien mit kleinen Kindern ist es in der Früh bei uns nicht immer ganz entspannt.

Selbst aufstehen, anziehen und einigermaßen ausgehtauglich herrichten, Kinder wecken, Kinder noch immer wecken, Kinder anziehen, Kindern noch mal was anderes anziehen (weil die Hose zu eng oder das T-Shirt nicht bunt genug ist), Frühstück machen, Jause richten, mein Mittagessen einpacken, frühstücken, Zähne putzen, eine Runde irgendwas spielen (manchmal auch zwei), Jacke und Schuhe anziehen, alle noch mal aufs Klo schicken, ins Auto, zum Kindergarten und in die Arbeit.

Diese Zeit in der Früh – unsere Familienzeit – möchte ich besser genießen können…

Kinder sind wie kleine Spiegel – wenn ich früh genug aufgestanden bin und schon alles erledigt habe, bevor wir die Kinder wecken und ich vielleicht sogar auch noch ein bisschen Yoga oder Pilates gemacht habe, dann bin ich entspannt und auch die Kids sind dann meistens gut drauf (Ausnahmen bestätigen die Regel…)
Wenn ich den Wecker aber ignoriere und gleichzeitig mit den Kindern aufstehe, dann springt mir der Stress quasi schon in der Früh ins Gesicht und ich kann mir ziemlich sicher sein, dass auch die Kinder keinen guten Tag haben (auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel…)

Mein Weg zu mehr Achtsamkeit ist also klar: früh genug aufstehen, das erledigen was zu erledigen ist, im Idealfall noch ein bisschen entspannen und dann die ganze Aufmerksamkeit auf die wertvolle Zeit mit den Kindern und meinem Mann.

Jetzt muss ich nur noch meinen inneren Schweinehund davon überzeugen, dass das tatsächlich ein guter Plan ist…  🙂 🙂

Wie sieht das bei euch aus?
Welche „kleinen Dinge“ machen euer Leben schöner oder bunter?

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