Die Magie der kleinen Dinge – alleine sein

Irgendwie habe ich nie wirklich gelernt alleine zu sein. Ich bin mit 4 Brüdern aufgewachsen, bei uns zuhause war immer etwas los. Früher habe ich mich oft nach Stille und Zeit für mich gesehnt  – heute weiß ich, dass „allein sein“ viele unterschiedliche Gesichter hat und dass ich doch ein Gesellschaftsmensch bin.

Ich liebe es in Ruhe und alleine zu arbeiten. Meine Konzentration steigt und ich bin produktiver. Ich weiß aber auch, dass ich meine Kollegen immer erreichen kann, wenn ich mich austauschen möchte.

Ich bin gerne mal alleine zuhause. Ich genieße dann die Ruhe in unserem sonst so liebevoll chaotischen Haus, weil ich weiß, dass diese nur von kurzer Dauer ist.

Ich liebe meine Dienstreisen nach Wien – Wien ist einfach meine Herzensstadt. In Wien fühle ich mich nie alleine.

Aber…

Ich bin nicht gerne alleine in einer Stadt, die ich noch nicht kenne.

Ich gehe nicht gerne alleine essen und fühle mich nicht wohl, wenn ich ziellos durch unbekannte Straßen laufe. Ich habe keine Angst vor den anderen Menschen, ich habe Angst vor meiner „Einsamkeit“.

Ich bin einfach nicht der Abenteuer-Typ und bleibe dann normalerweise lieber ganz alleine. Denn paradoxerweise fühle ich mich ganz allein weniger allein, als alleine unter Menschen…

Die Magie der kleinen Dinge?

Über den eigenen Schatten springen. Raus aus dem (nicht klimatisierten Hotelzimmer) und rein ins Getümmel der fremden Stadt. Und siehe da, so tragisch ist es doch gar nicht, denn schließlich geht es ja morgen schon wieder nach Hause 🙂

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