Über mich

Hallo,

mein Name ist Viktoria, ich bin Anfang 30 und schreibe überhaupt nicht gerne über mich. Für euch mache ich aber gerne eine Ausnahme 🙂

Also ich. Wer bin ich?? Gute Frage…

Über sich selbst nachzudenken ist gar nicht so leicht, es zwingt einen einerseits sich kritisch zu betrachten und andererseits sich selbst neutral wahrzunehmen, zu viel Kritik ist auch nicht gut…

Jeder Mensch hat mehrere Seiten oder Gesichter, manchmal würde ich bei mir sogar von mehreren Persönlichkeiten sprechen 😉

Wahrscheinlich bin es doch jedes Mal einfach nur ich – ich, die sich auf Situationen und Gegebenheiten einstellt… Aber was ist dann der Kern meines Ichs? Was macht mich aus und ist immer dabei, egal welches „Ich“ ich jetzt gerade nach außen trage??

Natürlich gibt es die Seiten von mir, die ganz offensichtlich zu Tage treten. Ich bin Mama (von zwei tollen Kindern), Ehefrau (von einem tollen Mann), studierte Betriebswirtin, berufstätig und nebenbei diplomierte Entspannungs-und Achtsamkeitstrainerin. Das alles bin ich, aber das ist nicht alles, was mich ausmacht.

  • Ich bin fürsorglich und empathisch, manchmal vielleicht ein bisschen übertrieben, aber im Grunde liegt mir das Wohlergehen der anderen näher als mein eigenes.
  • Auf jeden Fall bin ich nicht zielstrebig, obwohl ich das bei meinen Bewerbungsgesprächen immer wieder behaupte. Ich brauche Zeitdruck um etwas zu machen, kann mich in plötzlich auftretenden Situationen voll entfalten. Ich kann nur schwer vorarbeiten und vorbereiten, ich will mich nicht mit etwas beschäftigen, das noch nicht akut ist. Das Problem dabei ist, dass ich dann den Megastress bekomme und dauernd nur an diese eine dringliche Sache denken kann… Und wenn ich das Gefühl habe etwas zu lange liegen gelassen zu haben dann liegt mir das sehr,sehr schwer im Magen (und das meine ich nicht sprichwörtlich)…
  • Ich denke, ich bin ein Problemlöser. Ich sehe ein Problem und löse es. Daher kommt es wahrscheinlich auch, dass ich so viele Ideen habe, ich aber nicht die Kraft (und oft wahrscheinlich auch nicht die Zeit) habe diese umzusetzen, weil es eben noch nicht Prio 1 ist…
  • Jetzt wo ich so darüber nachdenke, muss ich mich ein bisschen korrigieren: ich plane gerne. Gerne auch schon Monate oder Jahre im Voraus, das auch gerne bis ins letzte Detail  (Überraschungen mag ich gar nicht), aber umsetzen kann ich dann erst ganz kurz vorher.  Bei den meisten Dingen ist das auch okay so, zum Beispiel wenn man schon ein Jahr vorher den Urlaub plant. Da ist es nicht besonders sinnvoll schon die Koffer zu packen 😉

Ist das jetzt ein Widerspruch? Ich weiß es nicht – eine Persönlichkeit ohne Widersprüche gibt es wahrscheinlich nicht.

  • Ich liebe es Leute einzuladen, am liebsten zum Essen. Je mehr Leute umso besser, allerdings bin ich dann ziemlich unerträglich, wenn es um die konkreten Vorbereitungen geht (zum Leidwesen meiner Familie). Ich bin gerne in Gesellschaft, höre lieber zu als dass ich selbst rede. Sauge Informationen in mich auf, merke mir diese dann auch ewig, außer es ist einer der Tage wo mich wirklich nichts interessiert…

Während meiner Ausbildung habe ich mich mit meinen inneren Antreibern auseinander gesetzt. Mein größter Antreiber ist das Bedürfnis gemocht zu werden, eine Erkenntnis, die mich zu diesem Zeitpunkt wie ein Blitz getroffen hat. Eigentlich ist es ein guter Antreiber, allerdings kann er, wenn er nicht achtsam betrachtet wird, auch zu einem großen Problem für meine innere Ruhe werden. Aber daran arbeite ich ja jetzt und dafür ist dieser Blog auch eines der Mittel zum Zweck.

Vielleicht findet sich ja der eine oder andere von euch in meinen Beschreibungen wieder, ich hoffe, ich habe niemanden abgeschreckt – alles in allem bin ich einfach eine ganz normale „working mum“, die sich jetzt die Zeit gibt, sich mit sich selbst zu beschäftigen.